Libidostörung

Libidostörungen

Libidostörungen – d.h. verminderte Lust auf Sex – bei Frauen können sehr viele Ursachen haben. Eine hormonelle Ursache kann ein Testosteronmangel sein. Ein solcher Mangel kann relativ einfach durch die Substitution von Testosteron meist über ein Pflaster oder Gel ausgeglichen werden. Ein solcher Mangel tritt insbesondere bei Frauen auf, deren Eierstöcke operativ entfernt worden sind. Auch eine Zerstörung der Eierstocksfunktion durch Strahlentherapie oder Chemotherapie ist in diesem Zusammenhang denkbar.

Ein weiterer oft nicht bekannter Grund für eine Libidostörung bei Frauen ist die Einnahme der Antibaby-Pille, die ebenfalls zu einem Absenken des Testosteron-Spiegels führt.

Bei vielen Frauen schwankt die Libido auch im Rahmen des natürlichen Zyklus. Nach der Menstruation ist das Lustempfinden oft sehr gering ausgeprägt und steigert sich dann zum Eisprung hin. Bei vielen Frauen ist die Libido vor der Menstruation sehr stark, was damit zusammenhängt, dass die Geschlechtsorgane sehr gut durchblutet sind.

Häufig stehen auch Stress oder Probleme in der Partnerschaft hinter einer Libidostörung. In diesem Fall sollte überlegt werden, ob nicht eine Änderung des Lebensstils, z.B. durch bewusste Auszeiten und Pausen hilfreich ist. Bei Partnerkonflikten kann sich eine Paartherapie oder anderweitige psychologische Hilfe positiv auswirken.

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