Wichtige Hormone für die Frau sind die Östrogene, vor allem das Östradiol sowie das Östron. Hinzu kommt das Progesteron (Gelbkörperhormon).
Die Östrogene beugen arteriosklerotischen Gefäßveränderungen vor, deshalb erleiden Frauen vor den Wechseljahren selten einen Herzinfarkt. Außerdem haben Sie vorbeugende Effekte bezüglich Morbus Alzheimer und können als starke körpereigene Anti-Aging-Stoffe betrachtet werden.
In den Eierstöcken und der Gebärmutter regulieren die weiblichen Hormone den monatlichen Zyklus der Frau. Der Zyklus ist in zwei Hälften unterteilt. In der ersten Hälfte bestimmt Östradiol den Zyklus. Es sorgt dafür, dass die Schleimhautschicht in der Gebärmutter nach der Menstruation wieder aufgebaut wird. Parallel reift im Eierstock unter der Wirkung des follikelstimulierenden Hormons FSH ein Eibläschen (Follikel) heran, das die Eizelle enthält.
Der Eisprung findet unter Einfluss des Hormons LH (luteinisierendes Hormon, Luteotropin) ungefähr 12-16 Tage vor der nächsten Menstruation statt. Das heißt, der Follikel platzt und gibt die Eizelle frei. Diese wandert dann durch den Eileiter in Richtung Gebärmutter. Dieser Vorgang dauert etwa drei Tage. In den ersten Stunden nach dem Eisprung kann das Ei von einem Spermium befruchtet werden. Nach dem Eisprung entsteht der so genannte Gelbkörper, der kleine Mengen Östrogen, aber vor allem das Progesteron (Gelbkörperhormon) produziert, das für die Aufrechterhaltung der Gebärmutter-Schleimhaut und für die Wachstums-Prozesse des Embryos verantwortlich ist. Wenn es zu keiner Befruchtung kam, zerfällt die aufgebaute Schleimhautschicht und wird bei der nächsten Menstruation abgestoßen. Der Zyklus beginnt von neuem.
Im Alter zwischen 45 und 50 Jahren beenden die Eierstöcke der Frau die Produktion der Eierstockshormone (Östradiol, Testosteron und Progesteron). Durch den Östrogen-Mangel treten Symptome wie Hitzewallungen, Schwindel, Schwitzen, Depressionen und Angstzustände auf. Auch der Schutz vor Osteoporose und Arteriosklerose geht verloren. Die verminderte Produktion von Progesteron beginnt schleichend schon vor den Wechseljahren, dadurch kann das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen (Gebärmutterkrebs und nach einer großen neuen Studie auch das Risiko für Brustkrebs) steigen.
Auch Frauen haben die so genannten männlichen Hormone im Körper, wenn auch in niedrigerer Konzentration. Wie bei den Männern ist das Testosteron ein äußerst wichtiges Hormon, das für die weibliche Libido, Durchsetzungsvermögen und Muskelaufbau, aber auch für das Wohlbefinden zuständig ist. Ebenso ist DHEA (Dehydroepiandrosteron) im weiblichen Körper für Muskelaufbau und Gedächtnisleistungen zuständig. Ein Abfall des DHEA mit zunehmendem Alter hat auch bei Frauen Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden. Die Wirkungsweise der beiden Hormone wird unter Hormone bei Männern genauer erklärt.

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