Wenn viele Eizellen entstanden sind und diese sich in einer IVF- oder ICSI-Behandlung auch befruchtet haben, können die für den Behandlungszyklus überzähligen Zellen im entweder im Vorkernstadium (d.h. am Tag eins nach Entnahme der Eizellen) oder im Embryonalstadium (Tag zwei bis fünf) tiefgefroren werden und in einem späteren Spontan-Zyklus nach Auftauen in die Gebärmutter zurückgegeben werden. Weil die Stimulation mit Botenstoffen und die Eizellgewinnung auf diese Weise entfallen, handelt es sich hiermit selbstredend um ein wesentlich schonenderes Verfahren. Übrigens: Die Schwangerschaftsraten sind nach der Kryokonservierung genauso hoch wie bei Verwendung frischer Eizellen!
Heute entscheiden sich immer mehr Menschen ganz bewusst dafür, berufliche Perspektiven und private Interessen in Einklang mit ihrem Kinderwunsch zu bringen. Damit steigt das Alter, in dem Paare Kinder bekommen. Um einer möglichen Kinderlosigkeit aufgrund zu alter Eizellen rechtzeitig vorzubeugen, bietet die moderne Reproduktionsmedizin zur Sicherung der Fruchtbarkeitsreserve eine Reihe von Präventivmaßnahmen an:
Mit zwei Spermiogrammen läßt sich der Status quo der männlichen Fruchtbarkeit ermitteln. Zeigt sich, dass die Samenqualität bereits im unteren Normbereich liegt, ist eine Kryokonservierung eine mögliche Vorsorgemaßnahme, da die Spermienqualität beim Mann mit fortschreitendem Alter jährlich um ca. ein Prozent abnimmt.

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